„Der wilde Jemen – An- und Aussichten“ ein Vortrag des AH Barsch

Am 05.02.2016 beehrte uns der Alte Herr Barsch traditionell wieder mit einem Vortrag über eine seiner Reisen in die Ferne und ließ uns alle an der Schönheit entfernter Regionen teilhaben. Diesmal war das Thema „Der wilde Jemen – An- und Aussichten“. Dieser Vortrag war bereits der 56. seiner Art und entführte auch diesmal in eine andere Kultur. Die gereichten Häppchen konnten auch am nächsten Tag noch für die Stärkung vor der Philistrierungskneipe gereicht werden, da Louis und Julia reichlich Brote vorbereitet hatten und der Abend nicht so stark besucht wurde, wie gewöhnlich.

Gegen 20 Uhr begann die Präsentation der Eindrücke die Barsch im Jemen gewinnen konnte. Mit einem Fahrer und einem Reisebegleiter, der die Übersetzung gewährleistete, fuhr er durch den südlichen Jemen. Beide Männer hatte er in seinem ersten Hotel kennengelernt und mit ihnen eine mögliche Reiseroute festlegte, sowie alle nötigen Papiere unterzeichnet. Diese seien im Jemen unerlässlich, da weise Touristen öfter entführt würden, um Lösegeld zu erpressen und durch diese Papiere die Behörden wüssten in welchen Bereichen sie zu suchen hätten.

Mit Märchenerzählerstimme entführte und Barsch in eine Region, die die meisten von uns niemals real zu sehen bekommen werden. Er beschrieb seine Reise, die 2008 stattfand, als sei es gestern gewesen und wusste viel zu den Orten, die er besuchte zu berichten. Die Geschichte, die Lage des Landes und seine Grenzen sowie die Geografie der Region, der allmähliche Verfall der Kultur und der Verkauf der Kunst des Landes wurde uns dargelegt und wunderschöne Orte zwischen Oasen und Wüstenlandschaften gezeigt, mit Häusern, die buchstäblich aus dem Berg entstanden waren, daraus hervorragten und uneinnehmbare Festungen gewesen waren, bevor die Flugzeuge erfunden wurden.

Barsch richtete seinen Blick nicht nur auf die Landschaft und die Bauwerke des Landes, sondern besonders auf deren Kultur und das Leben in dieser Region, was der Titel des Vortrages schon erahnen ließ. Das Land bietet nur wenige Perspektiven und gerade für Frauen, vor allem diese die verwitwet sind, ist das Leben oft ein Kampf ums Überleben in einer Gesellschaft, die jenen wenige Rechte und keine Absicherung bietet. Zum Abschluss stellte er fest, dass es sich um ein faszinierendes Land handelt, dass lange Zeit keine Grenzen hatte und zwischen verschiedenen Kulturen und Gesellschaften liegt und trotz der Nähe zur Wiege des Islam und der ersten islamischen Stadt, einen Verfall der Kultur und Kulturgüter erlebt und wohl immer im Schatten der Arabischen Emirate liegen wird. Die Uneinigkeit des Südens und Nordens spalten das Land zusätzlich und die vorhandenen Güter sind knapp bemessen. Ein Land, welches wenig bietet und doch so viel Einzigartigkeit vorzuweisen hat.

Julia



Gothanen siegen glorreich in Marburg

12593829_1064386526915490_6535145560652676324_oAm 30. Januar hat sich Unglaubliches zugetragen. Als totaler Underdog reiste die Volleyballhochburg Gothania zum Fußballturnier in Marburg an. Schon am Vorabend war die Leistung der Gothania wie gewohnt stark. Wer konnte war schon zum Begrüßungsabend angereist. In Marburgs Clubs wurde die Nacht zum Tag gemacht.

Doch das Unglaubliche ereignete sich am Tag darauf. Nach einem 0:1 und einem 0:0 in den ersten beiden Spielen zeichnete sich bereits ein Kampf ums nackte Überleben ab. Doch im 3. Spiel erwachte das Team. Der zuvor halb tot herumliegende Stiffler fasste sich ein Herz und verwandelte mit wehender Vokuhilaperücke eiskalt. Das reichte für den ersten Sieg. In den folgenden Spielen entwickelte sich das Team der Gothania um den verletzten Chefcoach Flitzer vom absoluten Underdog zum totalen Erfolgsteam. Das eigene Tor wurde eisern verteidigt. Vor allem Ölf und Schlussmann Jörn waren unüberwindbar. Auf den Außenpositionen kämpften Louis, Andre und Shaggy verbissen. Im ganzen Turnier kassierten wir nur 2 Gegentore. Vorne wurde gnadenlos eingenetzt. Stiffler, Vokuhilakumpel Max und auch Scooby trafen mehrfach. Es folgten hohe Siege und sogar der Gruppensieg! Im Halbfinale wurde es noch einmal eng. Nach 0:1 Rückstand schien alles verloren. Aber dann kam der euphorische Ausgleich. Im Siebenmeterschießen war die Spannung greifbar. Doch Stiffler, Max und Ölf versenkten brutal. Schlussmann Jörn hielt!

Am Ende trafen wir auf spielstarke Darmstädter, die wir schon zuvor unerwartet mit 1:0 besiegen konnten. Im Finale ließen die kampfstarken Gothanen erneut nichts anbrennen. Darmstadt drückte, doch die Gothania gewann spektakulär mit 3:0.

Damit war der Turniersieg für die Gothania perfekt. Dritter wurden ehrenwerte Gastgeber aus Marburg. Vierter wurden die Göttinger Alberten.

Ein neuer Fußballriese ist erwacht und macht sich bereit für die ATB Meisterschaft in Bonn!

 

Geschrieben von Shaggy



Volleyballmeisterschaft Clausthal

Am Freitag den 8.1.2016 startete wie jedes Jahr der Partybus der Gothanen zusammen mit den Silesen und den Darmstädtern nach Clausthal-Zellerfeld um an der ATB-Meisterschaft im Volleyball teilzunehmen. Zu diesem Event versammeln sich immer hunderte ATBer in der kleinen Stadt im Harz um sich im Volleyball zu messen und natürlich um es danach (und davor) ordentlich krachen zu lassen. Aufgrund kleinerer Schwierigkeiten bei der Anmeldung konnten wir dieses Jahr leider nur ein Team stellen, haben aber zusätzlich noch mit den Marburgen zusammen in einer Mannschaft gespielt, sodass jeder Aktive zu Zuge kam. Nach dem anstrengenden Turniertag errangen die beiden Mannschaften dann den 13. und den 19. Platz. Wir haben gut gespielt, doch waren leider direkt nach der Gruppenphase dem Turniersieger Braunschweig unterlegen. Nach dem Sport trafen wir uns alle in unserem Stammrestaurant Ratskeller, wo sich jeder satt gegessen hat und anschließend wurde der Abend feucht fröhlich auf dem Clausthaler Haus ausklingen gelassen.IMG-20160109-WA0004

Alles in allem können wir auf ein sehr gelungenes Wochenende zurückblicken.



Weihnachtskneipe 11.12.15

Die Weihnachtskneipe war unser letzter Programmpunkt des Jahres 2015 und fand am 14.12. statt. Tarya schlug dabei ihren ersten Offiz und hielt eine Rede auf die Freundschaft und Verbundenheit in der Gothania passend zum Thema der Liebe und Hoffnung, welche Weihnachten verkörpern soll.
Der Inoffiz wurde von Tradzio geschlagen und zur weihnachtlichen Ausnahme durfte im Tausch gegen einen kleinen Reim, wenn möglich auch einzeilig, zusätzlich Glühwein getrunken werden. Man ließ die kleine Runde der Gothanen und ihre Gäste Weihnachtslieder singen und zur Krönung des recht heiteren Abends gründeten unser Verbindungsbruder Crunch und unsere Verbindungsschwester Movida eine neue Leibfamilie.
Danach feierte man noch dieses glückliche Ereignis und verabschiedete sich schließlich in freudiger Erwartung des Jahres 2016.



157. Stiftungsfest

Vom 2.10. bis zum 4.10. 2015 feierte die Gothania ihr 157. Stiftungsfest. Die Aktivitas hat im voraus beschlossen das diesjährige Stiftungsfest etwas kleiner ausfallen zu lassen als im vorigen Jahr und so fanden alle Festlichkeiten des Wochenendes auf dem Gothanenhaus statt. Nachdem zum Beginn des Stiftungsfestes gemeinsam das Bundeslied angestimmt und die Fahne gehisst wurde ließen sich die Gothanen von unserem alten Herrn Rumpel bekochen, der unter Hilfe einiger Aktive den ganzen Tag in der Küche verbrachte und ein kleines Festmenü unter dem Motto 25 Jahre Wiedervereinigung zauberte. So ist es ihm gelungen Gerichte aus der ostdeutschen Küche mit Gerichten aus der westdeutschen Küche zu vereinen. Vielen Dank dafür an Rumpel!
Anschließend ließen Jung und Alt zusammen den sehr schönen Abend ausklingen, wobei Jung sich natürlich bemühte die Nachtwertung zu gewinnen und es somit bis in die frühen Morgenstunden dauerte bis auch der letzte Gothane sich widerwillig ins Bett fallen ließ.
Der Samstag startete mit einem Frühstück auf dem Haus und anschließendem KV Tag für die ADAH. Die Aktiven nutzten die freie Zeit sinnvoll und unternahmen eine Bootsfahrt auf dem Main. Das Wetter dafür war ausgezeichnet und trotz einiger Verzögerungen zu Beginn waren alle glücklich sich dafür aus dem Bett aufgerafft zu haben. Am Abend trafen sich wieder alle in der Apfelweinwirtschaft Eichkatzerl, wo wir leider nicht gleichzeitig essen durften, dafür aber wirklich jeder (ja, sogar Crunch) gesättigt wurde. Die Kneipe im Anschluss wurde von Scooby im Gothanenkeller geschlagen und Ferscht hielt eine sehr zum Nachdenken und Diskutieren anregende Festrede über das Thema Regeln, in welcher er die Sinnhaftigkeit vom Regel halten und Regel brechen erörterte und damit auch insbesondere auf die Rolle der Gothania bezüglich der Aufnahme weiblicher Mitglieder innerhalb des ATB’s einging. Seine Rede war außerordentlich interessant und hat an diesem Abend für einiges an Gesprächsbedarf gesorgt, und wird dies vermutlich auch zukünftig noch tun. Danke Ferscht für deine ermahnenden, sowie aufmunterten Worte!
Sonntag morgen waren wir alle (insbesondere die Aktiven) sichtlich geschwächt von dem anstrengenden Wochenende, aber haben dennoch ein schönes Frühstück aufgetischt und haben so das schöne Wochenende gemeinsam ausklingen lassen.
Danke an alle Gothanen die dafür gesorgt haben die Feier für das 157 jährige Bestehen der ATSV Gothania Jenensis zu Frankfurt zu einem weiteren in Erinnerung bleibendem Wochenende zu machen.



Plattbootfahrt 2015

Am 16.09. war es wieder soweit. 25 Gothanen machten sich auf nach Stavoren, Niederlande, um vier Tage auf dem IJsselmeer, dem größten See der Niederlande, zu segeln. Der durch Eindeichung künstlich entstandene heutige Süßwassersee besteht aus einem großen Teilgebiet der ehemaligen Meeresbucht Zuiderzee zwischen Friesland und Nordholland. Dieses Jahr beheimatete die „Lena Adriana“ unsere Gothanen. Sie wurde 1910 in Delft gebaut und ist ein Klipper bzw. ein Plattbodenschiff. Diese Segelschiffe sind Flachboote, welche hauptsächlich für den Einsatz in den Wattenmeeren der Nordsee und am Ärmelkanal gebaut wurden. Dieser Schiffstyp hat keinen Balkenkiel und verfügt über ein flaches Unterwasserschiff. Deshalb können diese Schiffe problemlos im Watt trockenfallen. Insegesamt befanden wir uns 4 Tage auf See, der Wind brachte uns in dieser Zeit nach Harlingen und Terschelling. Das Highlight für viele war jedoch das Trockenfallen am letzten Abend. An diesem Abend traute sich auch ein Großteil der Besatzung in die erfrischende Nordsee zu springen. Länger als die Zeit die für das Trinken eines Bieres benötigt wurde hielten es jedoch nur wenige in dem kalten Nass aus. Alles in allem hatten wir 4 wirklich schöne Tage auf See mit viel Geselligkeit, Kartenspielen, Teamarbeit zwischen jung und alt und auch ganz viel Bier;) Besonderer Dank gilt hierbei unserem Verbindungsbruder Uso für die Organisation, sowie unserem Skipper Jan und unserem Maat Ciska, die uns geduldig in die Kunst des Segelns eingeführt haben. Vielen Dank für das tolle Segelerlebnis auch an die klasse Truppe aus Gothanen!11224026_736188066493243_473312639295564209_o



Quo Vadis und Klettern

Am 6. September 2015 traf sich die Aktivitas der Gothania im Kletterwald in Offenbach um gemeinsam diesen anspruchsvollen Kletterparcour zu bewältigen. Als Mitglieder einer Sportverbindung sahen wir uns natürlich in der Lage direkt mit den schwierigsten Routen zu beginnen. Dabei hatten wir es uns zum Ziel gesetzt die Routen als Gemeinschaft zu bewältigen und somit jeden einzelnen auf die andere Seite der Hindernisse zu bekommen. Es war ein großartiger Tag mit vielen Herausforderungen, der den ein oder anderen Gothanen an seine persönlichen Grenzen gebracht hat und uns als Gruppe eine ganz große Portion Teamgeist gelehrt hat. Ganz großen Respekt hat dabei unsere Verbindungsschwester Bang verdient, die trotz Höhenangst buchstäblich über ihren Schatten „gesprungen“ ist und selbst bei den größten Hürden nicht aufgegeben hat.

Nach einem erfolgreichen Tag in den Bäumen wandten wir uns in einer gemütlichen Runde auf dem Haus der wichtigen Frage des Tages zu. Quo vadis – wohin gehst du? Es war wie immer schön zu hören was sich jeder einzelne Aktive von der Gothania erhofft und in welche Richtung er die Gothania gehen sehen möchte. Die wichtigsten Punkte die wir an diesem Abend erörterten, sind unsere Gemeinschaft und der Lebensbund. Aber auch das Fortführen unserer Traditionen hat einen großen Stellenwert in der aktuellen Aktivitas. Ebenso der Sport, der uns ja so eng zusammenschweißt. Somit ist und Aktiven bewusst geworden in welche Richtung wir gehen wollen. Und für mich persönlich wurde 11999792_729628863815830_6805477809405000819_oeine Sache wie schon so oft bevor ganz klar: Ich bin stolz mich Gothane nenne zu dürfen und freue mich auf die Zukunft. Semper idem!



Kieler Woche und Pokaltunier der Ditmarsia

Am 19. bis 21. Juni haben wir das Wochenende in Kiel auf dem KiWoPoTu verbracht. Fuxmajor Prisma und die drei Fuxen Elias, Jonas und Pascal traten mit großen Hoffnungen und etwas realistischeren Erwartungen die lange Reise an. Los ging es mit dem Fernbus um 8 Uhr zu früh morgens am Frankfurter Hauptbahnhof. In Hamburg konnte der Umstieg für die Proviantauffrischung genutzt werden, um frisch gestärkt und weniger durstig in Kiel anzukommen. Auf dem Haus der Ditmarsia wurden wir herzlich empfangen, mit etwas Speis und viel Trank versorgt und allgemein auf einen feuchtfröhlichen Verlauf des Turniers eingestimmt. Nach Besichtigung der Schlafstätte, in Form einer weitläufigen Turnhalle mit gemütlichen Sportmatten, konnte der Abend in Haus und Garten der Kieler ausklingen.

Der nächste Tag begann auf dem Fußballplatz des Sportforums, wo schon ein Frühstück wartete und sich mit dem Sportgerät (Ball) vertraut gemacht werden konnte. Das Gothanen-Team realisierte schnell, es mangelte nicht an Talent, sondern an Mitspielern. Zur Unterstützung reisten hierfür Taztoron und Kollege Simon an. Die Taktik lautete: eventuell fehlendes Ballgefühl mit Laufbereitschaft zu kompensieren, bei Ballbesitz angreifen, bei Ballverlust in den Weg schmeißen und nie das Rennen vergessen. Den großen Vorteil ausspielen: Keiner im Team ist fett! Jonas kam ins Tor und der Rest mehr oder weniger geordnet davor. Mit dieser ausgeklügelten Aufstellung konnten wir mit einem 4:0 unseren ersten Gegner Ditmarsia 2 und uns selbst von unserem Können überzeugen.

Weiter ging es mit einer Niederlage gegen den späteren Turniersieger Braunschweig/Münster, einen erneuten Sieg und einem hart umkämpften Unentschieden. Für die Zuschauer völlig erwartungsgemäß (für die Spieler selbst, etwas überraschend), hatte die Gothania damit die Vorrunde erfolgreich überstanden. Im weiteren Turnierverlauf traf auch noch AH gämli ein, um zu erst beratend („Das war jetzt viermal der selbe dumme Fehler.“), beim letzten Spiel sogar selbst mitspielend, das Team zu unterstützen („Ganz vergessen, dass das so anstrengend ist.“). Am Ende erkämpfte sich die Gothania den 8. Platz, was zwar unter ihrem Potential, aber auch über ihren Erwartungen lag.

Nach Siegerehrung und Grill-Gelage im Ditmarsia-Garten, ging es am Abend noch zur Kieler Woche und diversen Kieler Verbindungen, die sich mehr oder weniger an Frankfurter CB erfreuen konnten. Mit einem abschließenden Frühstück am Sonntagmorgen wurde das Turnierwochenende erfolgreich abgeschlossen und die Gothanen konnten sich müde und zufrieden auf den weiten Rückweg machen.



Boulderlehrgang in Braunschweig

Am 8. bis 10. Mai rief die ATV Saxonia Braunschweig und ASV Saxonia Leonis Braunschweig zum Sportlehrgang auf. Elias und Pascal folgten dem Ruf, packten ihre Sachen und fuhren per Mitfahrgelegenheit gen Norden. Die spektakuläre Hinfahrt wurde in einem Wohnmobil absolviert, an dessen Rundtisch man sich unterhalten und spielen konnte und dessen Einbauschränke von Salzstangen und Apfelmus über Dosensuppen bis schließlich zu Weinflaschen und Bierkästen alles beinhalteten, was man sich zum Plündern während einer langen Fahrt nur wünschen kann. Gut versorgt, doch etwas spät kamen die frankfurter Nachzügler nachts in Braunschweig an, um noch rechtzeitig auf dem Haus ein paar Willkommensgetränke entgegenzunehmen und schon mal weitere Mitkletterer kennen zu lernen.

Bouldern stand auf dem Programm und dafür wurden die Gäste schon früh morgens mit einer Trompetenfanfare aus ihren Schlafsäcken geschmissen. Die Boulderhalle war mit sechs großen Wänden, fünf unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und einem Trainingsbereich sehr umfangreich ausgestattet. Zu erst musste sich eine Farbe an Griffsteinen ausgesucht werden, worauf bei dieser Kletterroute alle andersfarbigen Steine zum Greifen oder Stehen ignoriert wurden. Schon schnell war klar, dass der limitierende Faktor zum Durchhalten nicht Kondition oder Stärke war, sondern die Belastbarkeit der Finger.

Nach einer Stunde Austoben an Wänden, Überhängen und sogar Tunneln, kam ein Experte dazu, der erst mal klarstellte, was in der letzten Stunde falsch gemacht wurde und weshalb alle mit pochenden Unterarmen und geschwollenen Fingern dastanden, zwar noch klettern wollten, aber kaum noch konnten. So wurden mit voranschreitender Zeit die Wände immer weniger in Beschlag genommen und dafür die Chill-Out-Area genutzt, in der die ATBer zwischen Sofas und Essensvorräten ihr Lager aufgeschlagen hatten.

So wurde der Tag ein Hin und Her zwischen An-der-Wand-Hängen und Auf-dem-Sofa-liegen. Am Nachmittag kehrten alle mit kaputten Fingern auf das Haus zurück, wo das Essen schon wartete und schon bald darauf in den Party-Keller geladen wurde, in dem um Mitternacht auch das Steigerlied zelebriert wurde. Bei Bier, Musik, Beerpong, Würstchen und Bier konnte der Tag fröhlich beendet werden.

Am nächsten Tag folgte für die zwei Gothanen, eine improvisierte Stadtbesichtigung, wozu Schloss, Rathaus und Dom gehörten. Grund war die plötzlich aufgekommene Wartezeit, verursacht durch einen unpünktlichen Fahrer der Mitfahrgelegenheit, woraufhin es zu fünft in einem Viersitzer gequetscht Richtung Heimat ging. Mitgenommen haben wir Impressionen aus der Altstadt, einen leichten Kater der vorigen Nacht/Morgen und Schwielen an den Händen. Sowohl Bouldern als auch Braunschweig ist nur zu empfehlen und am Besten in Kombination zu genießen.



Römerbergfrühshoppen

An Christi Himmelfahrt fand das alljährliche Frühschoppen der Frankfurter Verbindungen auf dem Römerberg statt. Die Couleurstudenten hatten dieses Jahr wieder einmal Glück mit dem Wetter und so konnte ein feucht-fröhlicher und festlicher Vormittag gemeinsam mit alten und neuen Bekannten verbracht werden. Anschließend fanden sich die Aktiven, Alte Damen und Herren und einige Gäste zum Grillen auf dem Gothanenhaus ein – das inzwischen auch schon Traditionscharakter besitzt. Mit Sonne, Fleisch, Beerpong und netten Gesprächen verbrachten wir gemeinsam einen tollen Nachmittag, den wir später auch noch im Keller ausklingen ließen. Vielen Dank an La Bora und Tanka, die für die kulinarische Organisation zuständig waren und an alle echten Kerle und Frauen, die den Grill regiert haben. Wir als Aktivitas haben uns sehr über die zahlreichen Alte Damen und Herren gefreut, die den Weg zu uns gefunden haben – das nächste Mal kommt bestimmt!