Campingwochenende inkl. Kanufahrt

Wir schreiben das Jahr 2020, und ob man es nun wahrhaben will oder nicht, ist die zweite Hälfte des Sommers bereits angebrochen. Als Verbindung, die den Outdoor-Sport sehr willkommen heißt, kann dies nur eines bedeuten… eine Kanufahrt über die Lahn antreten! Und so machten wir uns auf den Weg, um eine Kanutour mit einer Übernachtung auf dem Campingplatz Gräveneck zu kombinieren. Der Plan war simpel… Morgens gemeinsam frühstücken, mit Autos zum Campingplatz fahren, dort unsere Sachen ablegen und anschließend mit der Regionalbahn weiter zum Startpunkt unseres Kanutrips. Selbstverständlich hat der ein oder andere Fux seinen Wecker verpennt oder morgens erst mit dem Packen angefangen. Durch die Drag-Race-Reifen-Fahrkünste unserer Burschen Müller und Shazamp, fiel dies im Zeitplan jedoch nicht auf. Um ca. halb 11 waren wir dann mit unseren Kanus im Wasser und bis 20 Uhr hatten wir Zeit um wieder am Campingplatz anzukommen, für den Check-In. Dazwischen lagen 24 km sanft treibendes Gewässer, idyllische Aussichten und 10 junge Erwachsene, mit so viel Bier wie in drei Kanus passt; was kann da schon schief gehen? Und so genossen wir unser kühles Gebrautes, erfrischten uns bei sonnigen 38° mit einem Sprung in die kühle Lahn und paddelten entspannt in Richtung eines unvergesslichen Wochenendes. Auf unserem Weg trafen wir sowohl freundlich gesinnte Familien wie auch steil gehende Gleichdenkende, und selbstverständlich ertönte unser Farbenlied über dem Wasser, sowie viele andere Gesänge, die unserer Motivation jedes Mal einen kräftigen Schub gaben. So kam es, dass wir zwischen dem Schwimmen, Snacken und Paulen die Zeit vergaßen und nur eine halbe Stunde vor 20 Uhr an unserem Ziel ankamen (perfektes Timing!). Jetzt hieß es: Zelte aufschlagen, Bierversorgung aufstocken und Pizzen bestellen! Gesättigt und mit genug Kästen an Bier breiteten wir uns unter dem Sternenhimmel aus und redeten ohne roten Faden über dieses und jenes bis wir, erledigt vom Tag, den Weg in unsere Schlafsäcke fanden. Die einen in ihrem Zelt, die anderen unter dem Nachthimmel. Allerdings ließ der Morgen nicht lange auf sich warten und damit war es auch schon Zeit für die obligatorischen Runden Flunkyball! Ich schätze jeder hat seine eigene Definition von Frühsport aber bei den Teams bestand kein Zweifel daran, dass der Press-Arm trainiert wird. Nach anschließender Abkühlung in der erfrischenden Lahn wurden die Autos beladen und die Rückfahrt angetreten. Einige Sachen haben wir in der Lahn gelassen: ein Tanktop, eine Frisbee und zwei Becher, die uns treue Begleiter auf den Kanus waren… doch was bleibt ist die Erinnerung an ein schönes Wochenende und das Wissen, dass auch in diesen teils mühsamen Zeiten eine Aktivitas da ist, die einen nur das Gute im Moment sehen lässt.

Semper idem, meine Freunde!

Tomek



ATB-Volleyballmeisterschaft bei der ASV Babara Clausthal 2020

Wie jedes Jahr nahmen einige Gothanen den Weg nach Clausthal auf sich. Nicht nur die Aktiven, sondern auch einige unserer ADAH´s machten sich gemeinsam auf den Weg das Turnier zu gewinnen. Wie üblich wurde ein großer Bus organisiert, welchen wir uns mit unseren Bundesgeschwistern aus Mainz und Darmstadt teilen durften. Dementsprechend, und wie sich die meisten vorstellen können, wurde die Hinfahrt feucht-fröhlich verbracht. In Clausthal angekommen begann der Kampf um den besten Schlafplatz, wobei der Kneipsaal laut einiger Erzählungen nicht ganz so voll war wie in den Jahren zuvor. So schnell wie wir unsere Schlafplätze gesichert hatten, so schnell waren wir dann auch am Presstisch, sodass wir wie erwartet den restlichen Abend in einer großen Feier mit unseren Bundesgeschwistern verbrachten. Am nächsten Morgen sahen wir teilweise nicht mehr so gut aus wie am Abend, machten uns jedoch trotzdem auf den Weg in die Hallen. Die Gothania stellte zwei Teams, welche in unterschiedlichen Hallen ihrer Gruppenphase durchspielten. Die erste Mannschaft blieb ungeschlagen und zog als Gruppensieger in die K.O. Runde. Die zweite Mannschaft tat sich etwas schwerer zog jedoch trotzdem in die nächste Runde ein. Je länger das Turnier dauerte umso schwerer wurden die Gegner, doch unsere erste Mannschaft war stets siegreich, sodass am Ende die ATV Darmstadt im Finale auf uns wartete. In drei packenden Sätzen, mit einem unerwarteten Comeback unseres Teams im Zweiten Satz, mussten wir uns leider geschlagen geben. Beide Teams haben alles gegeben und unseren Bund würdig vertreten, sodass am Ende ein zweiter und ein 22. Platz zu Buche standen. Bevor wir uns nach dem Turnier aufmachten, unsere grandiose Leistung gebührend zu feiern und es den anderen Bünden mal schön unter die Nase zu reiben, mussten wir noch eine Grundlage für den Abend schaffen. Wir gingen also alle gemeinsam in ein schönes Restaurant und ließen es uns einige Zeit bei leckerem Essen und Bier gut gehen. Zurück auf dem Haus feierten wir dann unseren Sieg bis in die Morgenstunden, wobei einige direkt vom Feiern in den Bus nach Hause gefallen sind. Mir persönlich hat diese ATB-Fahrt sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich noch bei einigen Fahrten nach Clausthal dabei sein kann.

Philipp



Apfelweinkneipe und Gothanendreikampf 2020

Zu Beginn des Jahres 2020 konnte mit der 2. Apfelweinkneipe ein Schritt in Richtung einer neuen Tradition gegangen werden: Die Vorfreude auf den Gothanendreikampf am Folgetag mit typisch hessischem Gesöff ins Unermessliche zu steigern!Dank einer einstimmenden Rede über die Bedeutung des Kneipensports durch den Präsiden Müller, wurde dies jedoch nicht nur durch das kühle Nass forciert. Der GDK stellt nämlich durch die Kombination aus Kicker, Billard und Darts eine Königsdisziplin des Kneipensports dar.Geistig fordernd ging es auch im folgenden Inoffizium zu, bei dem der Präside Rockit die Glanzstücke der hessischen Sprache und Musik vermittelte. Ich denke, ich darf im Namen aller Anwesenden sprechen, wenn ich diese Kneipe als äußerst gelungen und innovativ bezeichne. Nun aber zum eigentlichen Höhepunkt des Wochenendes!Die Hartgesottenen (oder auch jene, die die Qualifikation am Abend zuvor in Gestalt der Kneipe ausgelassen hatten) trafen sich nämlich am Tag darauf zum großen Showdown: Dem Gothanendreikampf 2020!Nach zahllosen körperlich als auch psychisch belastenden Duellen standen die beiden Final-Teilnehmer fest: Kowalski gegen Rockit. Damit war auch klar, dass der Titel dieses Jahr an die Leibfamilie unseres Verbindungsbruders Crunch gehen sollte.Nach den ersten beiden Disziplinen Billard und Kicker stand es 1 zu 1, so sollte also das Darts-Match den Sieger ermitteln. In einem ebenso spannenden als auch knappen Kampf, wie bei den Spielen zuvor, konnte sich Kowalski schlussendlich durchsetzen und zum Sieger küren. An dieser Stelle möchte ich mich persönlich bei allen Teilnehmern bedanken, insbesondere bei meinem Leibbruder Kowalski, ich freue mich auf eine Wiedersehen im Finale des GDK 2021! Des Weiteren ist den Beerballers zu danken, die freundlicher Weise den Siegerpreis zu Verfügung stellten.Semper idem!

Rockit



Bericht Akademischer Abend 21.10.2019

Seit einigen Semestern pflegen wir nun die Tradition des Akademischen Abends in unserer Aktivitas. Einmal im Semester treffen wir uns abends sprechen darüber wie es bei uns Einzelnen in der Uni läuft und widmen uns dann einem Thema genauer. Bei interessanten Vorträgen oder gemeinsamen Unternehmungen stärken wir unsere Gemeinschaft und bilden uns gleichzeitig weiter. An diesen Abend wurden wir alle lecker von unserem Verbindungsbruder Tradzio bekocht und hatten anschließend die Ehre einige Stunden Gesangsunterricht von Lohri zu bekommen. Nach ein paar Aufwärmübungen für die Stimme aber auch für die Haltung, klang das Ganze schon um einiges besser als auf der ein oder anderen Kneipe. Was viele von uns nämlich nicht wussten ist, dass die richtige Haltung und Atmung mindestens genauso wichtig für einen schönen Klang sind, wie eine schöne Stimme. So sangen wir alle gemeinsam mehrere Kanons und verloren immer mehr Zurückhaltung auch mal etwas falsch zu singen. Die wohl beste Erkenntnis des Abends war, dass wir alle unwissender Weise das Bundeslied und unser Farbenlied teilweise falsch gesungen haben. Nach ein paar Durchläufen klang es dann aber schon um einiges besser und alles Anwesenden waren begeistert. In der Hoffnung einige der Tipps mit auf die nächsten Kneipen zu nehmen, ließen wir den Abend mit ein paar Gesellschaftsspielen ausklingen. 

Swahnrose



Ringkneipe bei der ATV Silesia Mainz, mit der ATV Darmstadt et ASV Saar-Ostpreußen Saarbrücken am 18.10.2019

RINGKNEIPE. Diese Art von Veranstaltungen, bei der einige Verbindungen zusammenkommen und wir Gothanen mal wieder feststellen müssen, dass außer uns keiner saufen kann. Deshalb stellt es uns Frankfurter vor keinerlei Probleme, wenn wieder mal kein Verlass auf die Deutsche Bahn ist und dieser in einer Unpünktlichkeit resultierte. Glücklicherweise waren JB Morgan, Müller und Philipp mit dem Auto pünktlich vor Ort. Der Weg war Ihnen ja bereits aus vergangener Woche bekannt, da die Silesen 7 Gothanen an den Tisch gebeten hatten, um verlorenes wiederzuerlangen.

Mit 15-minütiger Verspätung hieß es endlich: „Corona, ad pedis für den Einzug der Chargen.“ Bundesbruder Maschine eröffnete die Kneipe mit drei Schlägen feierlich und der Offiz nahm seinen üblichen Verlauf. Grußworte wurden ausgetauscht und Maschines Vortrag über Freundschaft war kurz, prägnant auf den Punkt gebracht. Zum Start des Inoffiz freute es das Gothanen-Herz doch sehr, dass Verbindungsbruder Crunch, geschmückt mit Silesen- und Gothanenscherpe, als Präsiden die Corona wieder unter Kontrolle bringen konnte. Seine Souveränität und Erfahrung führten zu einem feuchtfröhlichen Verlauf, welcher zu einer Oneman-Show wurde. Das Darmstädter Contrarium hatte dazu nichts beigetragen, da es sich in keiner Art und Weise zu helfen wusste. Nur eine Person aus dem Fuxenstall konnte mit seiner Textsicherheit beim Cantus „Schieß den Hirsch“ den Präsiden beeindrucken und erheiterte die Corona mit einigen außergewöhnlichen Strophen in Begleitung der Bierorgel immer wieder aufs Neue. Zur späten Stunde und nach einigen geleerten Gemäßen wurde es immer unruhiger, weshalb Crunch genau den richtigen Zeitpunkt fand, die Kneipe unter den Tisch zu trinken. Die After-Party nahm ihren Verlauf…

Müller



Bericht über das 161. Stiftungsfest vom 04.-06. Oktober 2019

Am Freitag, den 04.Oktober, begannen wir unser 161. Stiftungsfest mit einem Begrüßungsabend inklusive Abendessen auf dem Haus. Das Essen wurde von unserem alten Herren Rumpel gezaubert, welcher zusammen mit ein paar Aktivitas den ganzen Tag in der Küche verbrachte. Einen besseren Start hätte man sich nicht vorstellen können: die Bäuche voll und die Gothanen glücklich. Als Fuxenmimik gab es dann noch eine Fuxenversteigerung, bei welcher nicht nur Fuxen versteigert wurden, sondern auch ein Bursche.

Um 9 Uhr an dem darauffolgenden Samstag startete der Tag mit einem Frühstück auf unserem Haus, welches von einigen der Aktivitas vorbereitet wurde. Der Großteil der Anwesenden war noch recht mitgenommen vom Vorabend, was sie jedoch nicht davon abhielt, eine Schnitzeljagd quer durch Frankfurt zu starten. „Die Suche nach dem Bierjungen“ wurde organisiert von unseren neuen Burschen mIssTic und Swahnrose sowie dem Fux Philipp. währenddessen waren der FM JB Morgan und unser X Hummel bei den Conventen. Abends an jenem Samstag fand unsere Festkneipe, ebenfalls auf dem Haus in Frankfurt, statt. Zuvor hat unser lieber X Hummel die Fahne gehisst. Der Offiz wurde von Hummel geschlagen, an ihrer Seite die Conchargen mIss Tic und Swahnrose. Im Fuxenstall sorgte JB Morgan für Ruhe und Ordnung… und natürlich auch dafür, dass genug Bier geschliffen wurde. Lohri hielt eine sehr spannende und zum Nachdenken anregende Rede über die Stellung der ATSV Gothania im ATB und wie wir als Aktivitas das Verbindungsleben aktiv mitgestalten. Das Amt des Präsiden im Inoffiz wurde überreicht an DaHoff, welcher die Corona mit seiner polizeilichen Autorität unter Kontrolle hatte und als Contra erledigte Müller einen prächtigen Job. Am Sonntag ist das Stiftungsfest mit einem Sektbrunch würdig ausgeklungen. Es wurde gesungen und gegessen- ein schöner Abschluss für ein solch ereignisreiches Stiftungsfest.

Liv



Fuxenkneipe am 19.6.2019

Aufgrund der vielen Feiertage im SoSe 2019, wurde die Fuxenkneipe der Gothania dieses Jahr an einem wunderschönen Mittwoch geschlagen. Mit einem, in diesem Semester, prall gefüllten und potenten Fuxenstall sollte es ein feucht fröhlicher Abend werden, welcher für alle Beteiligten einen großen Spaß mit sich bringt. Die Fuxen hatten nun auch einmal etwas Autorität und konnte eine Kneipe nach ihren Vorstellungen schlagen, wohingegen die Burschen sich zurück lehnen konnten. Einfach wollte man es den Fuxen jedoch nicht machen, so sah man schon vor Beginn der Kneipe einige Burschen mit provokanten und teilweise nicht korrekter Bekleidung zur Kneipe erscheinen. Man wollte die Fuxen verunsichern bzw. aus dem Konzept bringen und lies sich dafür einiges einfallen. Beispielsweise trug Tradzio ein sportlich attraktives Schweißband aus den 80ern um die Stirn, um die Anstrengungen und den Schweiß aufzufangen, welchen eine solche Kneipe mit sich bringt. Nadine schlug die Kneipe im Offiz und wurde, aufgrund auftretender Müdigkeit, im Inoffiz von Emily abgelöst. Beide hatten die Corona die meiste Zeit im Griff und kamen auch mit den Frechheiten und Verunsicherungsversuchen der vielen Burschen sehr gut zurecht. Im Offiz war es Sascha und im Inoffiz Yannick, die den Contra mimten. Fux Yannick war mit seiner Aufgabe als Contra im Inoffiz zwar noch etwas überfordert und verwechselte möglicherweise einige Begriffe, aber das kann man ihm nachsehen, wenigstens hatte er ein lautes Stimmorgan. Die Rede von Nadine im Offiz beleuchtete die Rechte und Pflichten eines Fuxen und machte uns allen erneut klar, wie wichtig und bindend Leibverhältnisse sind. Als Conchargen traten Philipp und KimmiOne auf den Plan. Der FM KimmiOne ist in diesem Fall für einen erkrankten Fuxen eingesprungen, um ihre Fuxen zu unterstützen.
Letztendlich muss man sagen, dass es eine sehr gelungene Kneipe war, in welcher der potente zuverlässige Fuxenstall gezeigt hat, das alle dort das Potential zu einem guten Gothanen haben und vor allem dazu, später mal eine bessere Kneipe zu schlagen als der eigene FM.

Philipp



Bericht über An-Kneipe, Semesterparty und Akademischer Abend (10.-13.05.2019)

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns. Eingeleitet wurde es am Freitag mit unserer lang ersehnten An-Kneipe. Diese wurde spontan von Altbursch Ford geschlagen, da unser lieber X Rockit leider verhindert war. Er lag mit gebrochener Nase und mit bestimmt weinenden Augen, aufgrund seiner aufgezwungenen Abwesenheit, im Krankenhausbett und und gedachte den Feiernden andächtig. Seine Vertretung Ford hatte erst mit der kleinen aber dafür um so motivierteren Corona, bestehend aus Vertretern 10 verschiedener Bünde, um seine Autorität als Präside zu kämpfen. Er überzeugte dann doch durch eine unterhaltsame und für ihn doch überraschend nachdenkliche Rede über die Gemeinschaft und Solidarität in der Gruppe allgemein, sowie in unserer Verbindung im Speziellen. Dabei wurden Beispiele von Personen und Verantwortlichen der eigenen Gruppendynamik eingestreut, mit Attributen behaftet und in klassifizierte Gruppen eingeteilt. Eine vereinfachte aber doch interessante Herangehensweise an die Sozialpsychologie und eine witzige Charakterinterpretation auch anwesender Gäste.

Der Fuxmajor Kimmi One hatte soweit ein Auge auf den Fuxenstall und war zumindest im Offiz gerade noch nüchtern genug, dieser Aufgabe nachzukommen. Schon der Chargenwechsel zum inoffiziellen Teil, führte bei ihr zu mittelschweren Problemen, wie das Anbringen der Schärpe an ihren Nachfolger Bundesbruder Nimbus einer sehr verehrlichten ATV Gothia-Suevia Bonn, welcher geduldig das Prozedere von An- und Ausziehen der selbigen über sich ergehen ließ.

Das Präsiden-Amt ging an den bis dahin fleißig zapfenden Bierwart JB Morgan über. Dieser hatte sich schon freudig vorbereitet und konnte mit der immer heiterer werdenden Corona auch einige neue Lieder anstimmen. Zur Fuxenmimik wurden auch noch improvisierte Intro-Songs von Zeichentrick-Klassikern wie Pokémon und Gummibärenbande zum Besten gegeben. Nach vielen tempus-orienterten Kolloquien, Kneipsnack, provozierten Überschreitungen des Biercomments, einem unterschrieben Deckel (Glückwunsch an Philipp), einem zurückgegeben Deckel (Danke an Müller für deine Schwülstigkeit ;)) und zwei Leibburschwahlen, war diese ereignisreiche Kneipe, der nun schon immer lauter werdenden Corona noch längst nicht lang genug. Weshalb der Präside einfach ein weiteres mal wegen vorgegaukelter Müdigkeit des Vorgängers gegen Farbenbruder Frederik Eisenberger eines verehrlichten VDSt zu Bonn ausgewechselt wurde. Ab dann driftete der Abend wirklich vom feucht- ins nass-fröhliche über, mitsamt Mitternachtsschrei, Fakultätsstrophen und alles was das Liederbuch noch hergeben konnte. Ein unvergesslicher Abend für alle, die sich an irgendetwas noch erinnern können.

Für die Aktivitas gab es nicht viel Zeit für Erholung. Direkt am nächsten Tag hieß es, Aufräumen, Saubermachen, Aufbauen, Dekorieren: Die Räumlichkeiten mussten für die anstehende Semesterparty angerichtet werden. Und auch für diese Neon-Beach-Party waren wieder viele Gäste geladen, viel Alkohol angeschafft, der DJ bestellt, Schwarzlicht ausgerichtet, Red Bull-Kühlschränke in Position gebracht und Farben zum Schminken bereitgestellt worden. Die Leute konnten kommen, die Musik aufgedreht und Getränke geleert werden. Was soll noch gesagt werden? Bei erfolgreichen Partys muss man dabei gewesen sein und wer noch zu viele Einzelheiten weiß, hat etwas falsch gemacht. Zitat einer objektiven und eloquenten Teilnehmerin: „Es war geil!“ © K.ONE

Da auch die sportliche Säule gepflegt gehört und die Gothania auch weiterhin im ATB Präsenz und Leistungsbereitschaft zu zeigen hat, fuhr Verbindungsbruder Crunch zeitgleich zur ATV Gothia-Alemannia Göttingen, um bei dem Sport- und Kneipen-Turnier AGA!lympics teilzunehmen. Dieses gewann er souverän gemeinsam mit seinem Bundesbruder Polar und ließ wohlwollende Grüße von den daheim gebliebenen zurück.

Nachdem also für Lebensbund und Sport an diesem Wochenende schon volle Leistung gezeigt wurde, durfte natürlich auch nicht die dritte Säule, die akademische fehlen.

So dann wurde am Montag zum Akademischen Abend geladen. Eingeläutet wurde dieser mit einem großen Grillessen, denn mit gefülltem Magen füllt sich auch der Kopf gleich viel besser.

Als Gastredner und Lieblingsdozent des besagten Abends kam Verbindungsbruder Prisma aus dem entfernten Zürich zu Besuch um einen Vortrag über Schwarze Löcher zu halten. Zum einen als Doktorand der Physik, das wissenschaftliche Hintergrundwissen mitbringend, als auch begeistert von der Disziplin der Astronomie, bot er sich perfekt an, um auch Laien dieses interessante und hochaktuelle Thema zu präsentieren.

Dafür sollte gerade auf zwei Aspekte der neuesten Forschungsergebnisse eingegangen werden. Nach einem kurzen Exkurs über die Definition und Entstehung Schwarzer Löcher sowie das Verständnis der Raumzeit, wurden diese erläutert. Dabei konzentrierte sich der Vortrag auf die Bedeutung von Gravitationswellen, der Voraussage dieser durch Einsteins Relativitätstheorie, die akribische und hochsensible Messung von ihnen durch riesige und doch feinjustierte Detektoren, wodurch das Verschmelzen zweier Schwarzer Löcher aufgezeichnet wurde, und die daraus resultierende Bedeutung für den Nachweis von Gravitationswellen und der dadurch folgenden Bildung eines völlig neuen Wissenschaftszweigs der Physik.

Der zweite Aspekt bezog sich auf die erste Fotografie überhaupt eines Schwarzen Lochs durch das Event Horizon Telescope, das Anfang April veröffentlicht wurde und um die Welt ging. Darauf zu sehen ist der aktive Kern der 55 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie M 87, mit einem Gewicht von 6,6 Milliarden Sonnenmassen und die durch Gravitation ringförmig verzerrt wirkenden Akkretionsflüsse von fast bis auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigter Marterie. Bei solchen Zahlen und unvorstellbar vielfachen Potenzen begreifbarer Dimensionen, wurde es den Zuhörern ganz schwindlig im Kopf. Der dahinter stehende finanzielle, sowie organisatorische, logistische und kommunikatorische Aufwand ist Außenstehenden schwierig zu verdeutlichen. Für das Zustandekommen dieses verpixelten, farblosen und somit doch eher unspektakulär wirkenden Fotos, war eine Vorbereitungs- und Durchführungszeit von mehreren Jahrzehnten, wie auch eine Zusammenarbeit verschiedenster Nationalitäten und Universitäten von Nöten. Hierfür wurden Radioteleskope weltweit zusammengeschaltet, um so ein virtuelles Riesenteleskop von tausenden Kilometern Durchmesser zu bilden. Dafür war absolute Synchronität und das Verschiffen und Auswerten riesiger Datenmengen erforderlich. Der Nachweis von Gravitationswellen sowie die Fotografie eines Schwarzen Lochs gehören zu den jüngsten wissenschaftlichen Durchbrüchen, welche für den Nobelpreis nominiert, bzw. für diesen schon ausgezeichnet wurden.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Prisma für seine Mühen und Bereitschaft, uns diesen spannenden Vortrag ermöglicht zu haben.

Zum Ausklang des Abends ging es schließlich noch zur Jam Session ins Orange Peel. Dort gab es zum montaglichen „Spotlight on Swing“ entspannte Live-Musik zu der man den Jazz spüren und tanzend wieder raus lassen konnte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Wochenende zwar anstrengend, aber auch lehrreich, finanziell ertragreich, freundschaftsbildend, erfahrungsbringend und vor allem extrem spaßig war.

geschrieben von Crunch



ATB-Meisterschaft im Hallenfußball bei der ATV Gothia-Suevia Bonn (12.-14-04.19)

Auch dieses Jahr hieß es wieder das Runde muss ins Eckige. Beim Hallenfußballturnier in Bonn war die Gothania mit zwei Mannschaften zahlreich vertreten, frei nach dem Motto: Fußball und Bier, darum bin ich hier. Bereits im Vorhinein war die Motivation bezüglich diesem prestigereichem Turnier sehr hoch und der Wille zum Erfolg war schon in den Trainingseinheiten deutlich spürbar.

In Bonn angekommen wurden Isomatten und Luftmatratzen im Kneipsaal aufgeschlagen und anschließend nahm der Begrüßungsabend gemeinsam mit den anwesenden Bundesgeschwistern seinen feuchtfröhlichen Verlauf. Nach dem Frühstück auf dem Haus am nächsten Morgen, ging es voller Vorfreude in die Soccer-Halle. Insgesamt 13 Mannschaften lieferten sich einen heißen, sehr intensiven Kampf auf Kunstrasen um die Platzierungen in der Gruppenphase. Durch hervorragende Defensivleistung, sowie individuelle Spielklasse und vor allem Teamgeist und Support auf und neben dem Platz konnten wir das Halbfinale erreichen, wo uns ein Rhein-Main-Derby gegen Mainz erwartete. Spannender hätte dieses Spiel nicht verlaufen können, denn nach einem 3:3 Unentschieden nach offizieller Spielzeit ging es ins 7-Meter schießen… Letztendlich war es unser Senior Rockit der Verantwortung übernahm, sich völlig entschlossen den Ball zurecht lag und mit absoluter Sicherheit den entscheidenden 7-Meter zum Sieg einnetzte. Im Finale stand uns bei doppelter Spielzeit die ATV Hannover gegenüber. Ein sehr körperbetontes und kräftezehrendes Spiel mit zu Beginn offenen Schlagabtausch. Nach einem 0:1 Rückstand konnte Müller zum laut bejubelten 1:1 ausgleichen und es ging in die Halbzeit. Leider verließen uns am Ende die Kräfte und wir mussten uns gegen starke Hannoveraner geschlagen geben. Nichtsdestotrotz gingen wir mit erhobenen Haupt vom Platz und konnten einen souveränen 2. Platz feiern.

Im Anschluss ging es dann zum wohlverdienten, gemeinsamen Essen beim Griechen um neue Energie für die Kneipe auf dem Bonner Bootshaus zu tanken. Während des Inoffiz fand auch die Siegerehrung statt und wir erhielten den Pokal für die Zweitplatzierung, welcher mit Bier gefüllt durch die Gothanensitzreihe kreiste und jeder sich mit einen Siegesschluck stärken konnte. Die Feierlichkeiten wurden anschließend auf dem Bonner Haus bis in die frühen Morgenstunden weitergeführt. Nach dem Sektfrühstück am Sonntag ging es dann glücklich und mit großer, sportlicher Zufriedenheit zurück nach Frankfurt. Ein durchaus sehr gelungenes Wochenende in Bonn!

Fußball ist ein einfaches Spiel mit einfachen Regeln. Und sein Sinn liegt ausschließlich in ihm selbst. Was zählt ist das Team. Und das besteht keinesfalls nur aus den besten Spielern, sondern aus uns allen – ein Paradies für Emotionen, weil wir natürlich alle Sieger sein wollen.

geschrieben von Müller



Rhein-Main-Saar-Ringkneipe am 26.01.19


Und hier kommt der Bericht zur Ring-Kneipe der Gastgeberin ATV Darmstadt mitsamt den Gästen ATV Silesia zu Mainz, ASV Saar-Ostpreußen Saarbrücken und ATSV Gothania Jenensis zu Frankfurt im Wintersemester 18/19. Es war ein aufwühlendes Aufeinandertreffen der verschiedenen
Ausrichter, die in dieser Konstellation zu Letzt im vorangegangenen Wintersemester 17/18 auf dem Saarbrücker Haus das Vergnügen hatten. Damals noch von Kneip-Neulingen geleitet und mit der legendären Döner-Rede gekrönten Ringkneipe, konnte nun Darmstadt zeigen, was es unter einem gelungenen Kneip-Comment versteht. Als Präside durfte sich der frisch gewählte X Mayham die Ehre geben. Seine Anstrengung floss dann sogleich in seine Hauptaufgabe des Abends; einen adäquaten Ersatz in Form eines potenten Präsiden für das Inoffiz zu finden. Nach viel gutem
Zureden und noch ein paar Gläsern Bier mehr, fand er diesen in Gestalt vom Gothanen Crunch.

Die beiden Zapfen waren voll besetzt, was sich zu einer Corona von circa 50 Mann und Männinen Stärke summierte. Darmstadttypisch standen dem Präsiden an jeweils einem Zapfenende gleich zwei Burschen zur Unterstützung entgegen. An dem einen, wie gewohnt, den abgesteckten Fuxenstall überwachend, der amtierende FM. Am anderen Ende, anscheinend den Burschensalon ausspionierend, und damit zumindest für die Gothanen befremdlich, der Stellvertreter des Xen. Allesamt gekleidet in schwarz-gold-hellblaue Schärpen und bewaffnet mit den berühmtberüchtigten und regelmäßig sichergestellten Knochen. Die Kneipe startete fast pünktlich um 19 Uhr CT(ct)* mit gewohnt viel Bier, gewohnt viel Gesinge und gewohnt viel inhaltslosen Grüßen. Noch war die Disziplin gesichert und der Präside (sowie sein Helferlein) mussten ungewohnt wenig zu Contenance ermahnen. Die Festrede ließ der Präside wegen vermutlichem Zeit- und Motivations-Mangel einfach outsourcen und so kam ein Gastredner daher, dessen spontan geschriebene Rede zwar kurz aber dafür in mal mehr oder weniger erkennbarer Reimform vorgetragen wurde. Langsam fing das Kneip-Getränk an, seine Wirkung zu entfalten und auch Verbindungschwester Tempoohra fiel diesem Effekt endgültig zum Opfer, als sie auf ihr offenes Liederbuch sah, das zu schließen ihr entfallen war. Darauf krönten, wie nach Beendigung eines Cantus bekannt, drei gold-schäumende Gemäße und warteten auf ihre Leerung durch den
vergesslichen Liederbuch-Besitzer. Entsprechend gestärkt wurde es so dann auch für Tempoohra und alle um sie Sitzenden nochmal eine Stufe lustiger. Das Offiz ging dann kurzweilig recht schnell um und das Präsidium wurde ausgewechselt.

Dem Brauch entgegenkommend sollten nun auch Vertreter der anderen ausrichtenden Bünde ad pedes zum Tischende gebeten werden. Frankfurt übernahm also den Präsidentisch, Saarbrücken stellte sich als Burschenbeobachter auf (dem Autor ist der offizielle Titel dieses Amtes leider nicht bekannt, dessen Tätigkeit auf schweigendes Herumstarren und -stehen während der gesamten Kneipzeit beschränkt ist) und in Ermangelung eines selbstbewussten Silesen, stellte sich Bobble, Mitglied einer sehr beschwerlichen ASG Kassel, an den Fuxentisch. Crunch startete sodann sein improvisiertes Inoffiz-Programm mit der ihm eigenen durch jahrelange Erfahrung gereiften Kompetenz der Störquellen-Identifizierung und -Minimierung. Nachdem der Burschenbeobachter seine Daseinsberechtigung nicht nachvollziehbar erklären konnte und auch der Contra seiner namensgebenden Aufgabe nicht nachkam: Contra zu geben, begann die willkürliche diktatorische Schreckensherrschaft des Präsiden. Dieser versuchte zwar erst noch den Contra durch Provokationen aus der Reserve zu locken, in dem er ihn beispielsweise konsequent falsch ansprach (Anmerkung: die irrtümliche Behauptung Bobbele hieße Bobbels, kann auch nach Aufklärung des Missverständnisses fortgesetzt werden, aus Prinzip). Doch dieser blieb süffisant lächelnd in aller Ruhe stehen und ließ sich das Geschehen ganz ohne ein eigenes Eingreifen gefallen. Daher stellte der Präside, ganz Autokrat, einfach selbst die Darmstädter Fuchs-Puppe nach vorne, um den Fuxenstall zu vergrößern und damit viele Burschen in diesen schändlichen und seit ihrer erblühenden Aufmüpfigkeit, wohl verdienten Bereich zu versetzen. Langweilige Reden und um sich selbst kreisende Monologe wurden kurzerhand verboten. Was als die Langeweile-Grenze überschreitend galt oder als informativ genug zur allgemeinen Belustigung verstanden wurde, bestimmte unerwartet demokratisch, die Mehrheit der Corona. Als Sanktionen hagelte es Sprechverbote und auszutrinkende Gemäße. Die durch den erhöhten Bierkonsum immer häufiger auftretenden Tempus generalis, waren zeitlich streng geregelt und wer schon zu langsam im Kopf war, um sich zu errechnen, wann genau er nach 12,5 Bierminuten wieder auf seinem Platz zu erscheinen habe, musste dafür mit Strafbier und Umsiedelung rechnen. Damit wurde der Inoffiz gefüllt (sowie die Gäste parallel mit Bier) durch viele laut angestimmte
Lieder, bei denen teilweise die Bierorgel nicht mehr durchdrang, eine verwirrend komische Fuxenmimik, einigen immer interessanter werdenden Redebeiträgen (verdankt durch die auch immer strenger werdende Jury) und einer allgemeinen Ausgelassenheit.

Nach einiger sehr spaßigen Zeit erkannte der erfahrene Präside die Zeichen der sich anbahnenden Anarchie, welche schlussendlich jede Kneipe über kurz oder lang überrollt, wenn entsprechend Alkohol geflossen ist. Erste Delinquenten mussten schon auf dem Straftisch stehend dem Treiben zuschauen und bevor die Situation vollends in die höchste Eskalationsstufe ausarten konnte, wurde der letzte Cantus des Abends angestimmt und diese gelungene Kneipe ehrenvoll unter den Tisch gesoffen.

Silentium ex, Kneipe ex, Bericht ex

PS: Erklärt bitte einer mal den Darmstädtern den Unterschied zwischen Ringkneipe und Kreuzkneipe ;p

PPS: Die Knochen wurden natürlich wieder sichergestellt.

*15 Minuten nach dem Viertel einer vollen Stunde nach der angegebenen Uhrzeit: Korpo-Akademische Viertelstunde

geschrieben von Crunch