„Der wilde Jemen – An- und Aussichten“ ein Vortrag des AH Barsch

22. Feb. 2016 | von | Kategorie: Aktuelles, Allgemein

Am 05.02.2016 beehrte uns der Alte Herr Barsch traditionell wieder mit einem Vortrag über eine seiner Reisen in die Ferne und ließ uns alle an der Schönheit entfernter Regionen teilhaben. Diesmal war das Thema „Der wilde Jemen – An- und Aussichten“. Dieser Vortrag war bereits der 56. seiner Art und entführte auch diesmal in eine andere Kultur. Die gereichten Häppchen konnten auch am nächsten Tag noch für die Stärkung vor der Philistrierungskneipe gereicht werden, da Louis und Julia reichlich Brote vorbereitet hatten und der Abend nicht so stark besucht wurde, wie gewöhnlich.

Gegen 20 Uhr begann die Präsentation der Eindrücke die Barsch im Jemen gewinnen konnte. Mit einem Fahrer und einem Reisebegleiter, der die Übersetzung gewährleistete, fuhr er durch den südlichen Jemen. Beide Männer hatte er in seinem ersten Hotel kennengelernt und mit ihnen eine mögliche Reiseroute festlegte, sowie alle nötigen Papiere unterzeichnet. Diese seien im Jemen unerlässlich, da weise Touristen öfter entführt würden, um Lösegeld zu erpressen und durch diese Papiere die Behörden wüssten in welchen Bereichen sie zu suchen hätten.

Mit Märchenerzählerstimme entführte und Barsch in eine Region, die die meisten von uns niemals real zu sehen bekommen werden. Er beschrieb seine Reise, die 2008 stattfand, als sei es gestern gewesen und wusste viel zu den Orten, die er besuchte zu berichten. Die Geschichte, die Lage des Landes und seine Grenzen sowie die Geografie der Region, der allmähliche Verfall der Kultur und der Verkauf der Kunst des Landes wurde uns dargelegt und wunderschöne Orte zwischen Oasen und Wüstenlandschaften gezeigt, mit Häusern, die buchstäblich aus dem Berg entstanden waren, daraus hervorragten und uneinnehmbare Festungen gewesen waren, bevor die Flugzeuge erfunden wurden.

Barsch richtete seinen Blick nicht nur auf die Landschaft und die Bauwerke des Landes, sondern besonders auf deren Kultur und das Leben in dieser Region, was der Titel des Vortrages schon erahnen ließ. Das Land bietet nur wenige Perspektiven und gerade für Frauen, vor allem diese die verwitwet sind, ist das Leben oft ein Kampf ums Überleben in einer Gesellschaft, die jenen wenige Rechte und keine Absicherung bietet. Zum Abschluss stellte er fest, dass es sich um ein faszinierendes Land handelt, dass lange Zeit keine Grenzen hatte und zwischen verschiedenen Kulturen und Gesellschaften liegt und trotz der Nähe zur Wiege des Islam und der ersten islamischen Stadt, einen Verfall der Kultur und Kulturgüter erlebt und wohl immer im Schatten der Arabischen Emirate liegen wird. Die Uneinigkeit des Südens und Nordens spalten das Land zusätzlich und die vorhandenen Güter sind knapp bemessen. Ein Land, welches wenig bietet und doch so viel Einzigartigkeit vorzuweisen hat.

Julia

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